HZA-M: Das Hauptzollamt München stellt seine Jahresbilanz für 2025 vor

München (ots) –

Im Jahr 2025 hat der Münchner Zoll:

– 7,21 Milliarden Euro Haushaltseinnahmen erwirtschaftet – rund
1,9 Millionen Warensendungen abgefertigt und – 2.028
Ermittlungsverfahren geführt.

„Der Zoll leistet einen wesentlichen Beitrag zur ordnungsgemäßen Sicherung der Staatseinnahmen und erfüllt damit eine zentrale Aufgabe für das Gemeinwesen“, so die Leiterin des Hauptzollamts München, Frau Dr. Stephanie Nusser.

Einnahmen für Ausgaben (in Millionen Euro); Gesamt: 7,2 Mrd. Euro
Zölle 476
Einfuhrumsatzsteuer 3.889
Verbrauchsteuern 2.558
KFZ-Steuer 208
Luftverkehrsteuer 79

Das Hauptzollamt München hat im Jahr 2025 rund 7,2 Milliarden Euro für die Kassen des Bundes, der Europäischen Union und für das Land Bayern eingenommen. Die Verbrauchsteuern in Höhe von einer Milliarde Euro bildeten die Haupteinnahmequelle. Die Biersteuer, deren Ertragshoheit den Ländern zusteht, brachte dem Freistaat Bayern rund 43 Millionen Euro ein.

Außenprüfung

Der Prüfungsdienst des Hauptzollamtes München hat im vergangenen Jahr 590 Prüfungen sowie Steueraufsichtsmaßnahmen vorgenommen. Diese fanden auf den Gebieten Zoll, Warenursprung und Präferenzen, Verbrauchsteuern sowie Außenwirtschaftsrecht statt. Dabei forderte der Zoll von verschiedenen Firmen fast zwei Millionen Euro nach und erstattete 1,1 Millionen Euro.

Finanzkontrolle Schwarzarbeit – Schaden von der Allgemeinheit abwenden
Illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit und Sozialleistungsbetrug schädigen die Gemeinschaft auf vielfältiger Weise. Kein Unternehmen, das seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ordnungsgemäß beschäftigt, kann mit Firmen konkurrieren, die rechtswidrig Arbeitskräfte einsetzen. Mit seinem Einsatz hiergegen trägt der Zoll zur gerechten und korrekten Abführung der Abgaben, wie zum Beispiel der Sozialversicherungsbeiträge, und damit zur Stabilisierung unserer Sozialsysteme bei. Sozialbetrüger, illegal oder schwarz Beschäftigte und ihre Auftraggeber schaden der Allgemeinheit: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und vernichten legale Arbeitsplätze.

Die Bediensteten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit München haben im Jahre 2025 insgesamt 617 Arbeitgeber aus allen Wirtschaftsbereichen risikoorientiert überprüft.

Dabei wurden:

– über 5.499 Personenbefragungen durchgeführt – rund 2.028
Strafverfahren eingeleitet und – 829 Ermittlungsverfahren wegen
Ordnungswidrigkeiten geführt

Finanzkontrolle Schwarzarbeit 2024 2025
Eingeleitete Ermittlungsverfahren
– Straftaten 2.141 2.028
– Ordnungswidrigkeiten 890 829
Geldstrafen 937.135 EUR 1.117.580 EUR
Geldbußen 881.827 EUR 829.625 EUR
Freiheitsstrafen 25 37
Schadenssumme 11.080.274 EUR 7.010.126 EUR

Im Rahmen von Strafverfahren wurden durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit über eine Million Euro an Geldstrafen verhängt. Wegen Ordnungswidrigkeiten wurden gleichzeitig Geldbußen in Höhe von rund 829.000 Euro erhoben.

Der Zoll am Flughafen München – Sicherheit für die Bürger
„Haben sie Waren anzumelden?“ Auf diese Frage lässt sich die Arbeit des Zolls schon lange nicht mehr reduzieren. Rund 400 Zöllnerinnen und Zöllner sichern am Münchner Flughafen die Leistungsfähigkeit unseres Gemeinwesens und fördern den Wirtschaftsstandort Deutschland. Sie schützen die Wirtschaft vor Wettbewerbsverzerrungen, die Verbraucher vor gefährlichen Waren aus dem Ausland und die Bevölkerung vor den Folgen grenzüberschreitender organisierter Kriminalität.

Flughafen München 2024 2025

Rauschgift (in kg) 266 1.461
Khat (in kg) 268 197
Zigaretten (in Stück) 929.760 1.529.992
Verbotene Gegenstände / Waffen (in Stück)
205 541
Artenschutz (Anzahl der Fälle)
126 110

Rauschgift:

Im vergangenen Jahr stellten die Beamten bei zahlreichen Rauschgiftschmuggelfällen insgesamt 1.658 kg Betäubungsmittel fest.

Verbotene Gegenstände und Waffen:

Insgesamt 541 verbotene Waffen, primär Schlagringe, Wurfsterne, Butterfly- sowie Springmesser haben die Zöllner am Flughafen sichergestellt.

Artenschutz:

Die Zöllner registrierten 110 Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. 1.280 Verarbeitungserzeugnisse, wie beispielsweise Muscheln und Korallen, Lederwaren aus Reptilienleder oder Kosmetik und Arzneimittel mit Bestandteilen geschützter Pflanzen, wurden den Reisenden im Laufe des vergangenen Jahres abgenommen.

Artenschutz 2024 2025
Anzahl der Aufgriffe 126 110
Muscheln (in Stück) 594 821
Sonstiges (in Stück) 92 459

Zollamt München-Flughafen – Partner der Wirtschaft
Das Zollamt München-Flughafen überwacht die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren und setzt die zu erhebenden Einfuhrabgaben fest.

Im vergangenen Jahr haben die Zöllnerinnen und Zöllner rund eine Milliarde Euro an Zöllen und Einfuhrumsatzsteuer erhoben. Insgesamt haben sie über 1,6 Millionen Ausfuhr- und 146.000 Einfuhrsendungen (*) abgefertigt.

(*) ohne die ergänzenden Anmeldungen, die durch das HZA abgewickelt werden

Zollamt Garching-Hochbrück

Das Zollamt ist zuständig für die Einfuhr- und Ausfuhrabfertigung der Millionen-Stadt München. Insgesamt haben die Beamten im vergangenen Jahr rund 381.000 Ausfuhr- und rund 169.000 Einfuhrsendungen (*) abgefertigt und über 156 Millionen Euro an Zöllen und Einfuhrumsatzsteuer erhoben.

(*) ohne die ergänzenden Anmeldungen, die durch das HZA abgewickelt werden

Produktfälschungen und Produktsicherheit
Wie im vergangenen Jahr landeten wieder einmal zahlreiche Waren mit Fälschungen angesagter Markenprodukte beim Münchner Zoll. Daneben kam es vermehrt zu Aufgriffen, die die Produktsicherheit betreffen.

Produktfälschungen 2024 2025

Gesamtaufgriffszahlen 135.425 25.085
Gegenstände (Produktpiraterie) in EUR
14.654.425 4.825.357
Kleidung und Zubehör 109.954 4.289
Schuhe 4.990 3.151
Mobiltelefone 10.336 155
Elektronische Ausrüstung 10.469 47

Schule beendet – was dann? Tag der Ausbildung beim Münchner Zoll
Wer sich für den Beruf des Zöllners interessiert, hat am 10.10.2026 die einmalige Chance, sich persönlich vor Ort ein Bild zu machen und sich zu informieren. An diesem Tag wird ein Infotag in der Landsberger Straße stattfinden, zu dem sich alle Interessierten unter [email protected] anmelden können.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt München
Pressesprecher
Thomas Meister
Telefon: 089 – 975 90717
E-Mail: [email protected]
www.zoll.de

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Quelle: ots