München (ots) –
Am Mittwochabend (17. Juni) ist es am Münchner Hauptbahnhof zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Mann und seiner ehemaligen Partnerin gekommen. Ein Reisender half der Frau und zeigte Zivilcourage.
Gegen 17:30 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion München über eine körperliche Auseinandersetzung am Gleis 17/18 des Münchner Hauptbahnhofs informiert.
Nach bisherigem Ermittlungsstand geriet ein 44-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Passau am Querbahnsteig mit seiner 29-jährigen ehemaligen Lebensgefährtin in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der Mann der Frau eine Flasche mit hochprozentigem Alkohol über den Kopf geschüttet und sie an den Haaren gezogen haben.
Ein zunächst unbeteiligter 42-jähriger afghanischer Staatsangehöriger beobachtete die Situation und griff ein. Er umklammerte den 44-Jährigen von hinten und fixierte ihn an einer Säule. Dabei soll der Tatverdächtige den Helfer attackiert und ihn bedroht haben.
Eine Streife der Deutschen Bahn Sicherheit unterstützte anschließend dabei, den Mann bis zum Eintreffen der Bundespolizei am Boden festzuhalten. Die Einsatzkräfte brachten den 44-Jährigen zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurden keine weiteren strafprozessualen Maßnahmen angeordnet. Der Mann wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen.
Die 29-Jährige sowie der einschreitende Reisende lehnten eine medizinische Versorgung ab. Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen Körperverletzung und Bedrohung.
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Quelle: ots
