Freilassing (ots) –
Rund 30 Feststellungen im Zusammenhang mit unerlaubten Einreisen, mehrere Verstöße gegen das Waffengesetz, ein Schleusungsdelikt sowie mehrere vollstreckte Haftbefehle beschäftigten die Bundespolizeiinspektion Freilassing von Donnerstag (13. August) bis Sonntag (16. August). Bei den grenzpolizeilichen Kontrollen stellten die Einsatzkräfte zudem mehrere Drogendelikte fest. In einem Fall kam es zu Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
Bereits am Donnerstag stellten Bundespolizisten am Grenzübergang Schwarzbach-Autobahn einen 25-jährigen französischen Staatsangehörigen fest, der gemeinsam mit zwei türkischen
Staatsangehörigen unterwegs war. Bei der Kontrolle ergaben sich Anhaltspunkte für eine mögliche Schleusung. Zudem wurde im Fahrzeug ein Schlagstock aufgefunden.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 25-Jährige gemeinsam mit einem der türkischen Staatsangehörigen nach Österreich gefahren sein, um dort den zweiten türkischen Staatsangehörigen aufzunehmen und anschließend beide nach Frankreich zu bringen. Gegen den Fahrer wird unter anderem wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern
sowie wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Gegen die beiden türkischen Staatsangehörigen wird wegen des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise ermittelt.
Auch am Freitag stellten die Beamten im Rahmen der Grenzkontrollen mehrere mutmaßliche Verstöße gegen das Waffengesetz fest. Unter anderem fanden Sie einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker sowie mehrere nicht gekennzeichnete Reizstoffsprühgeräte.
Am Samstag und Sonntag folgten weitere Feststellungen. Unter anderem fanden die Bundespolizisten bei Kontrollen geringe Mengen Cannabis sowie Amphetamin. Gegen die Betroffenen wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Am Sonntag kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Freilassing einen 31-jährigen türkischen Staatsangehörigen bei einer Einreisekontrolle im Zug. Da dieser sich zunächst nicht ausweisen und keinen Aufenthaltstitel vorweisen konnte, sollte er zur weiteren
Identitätsfeststellung zur Dienststelle verbracht werden. Hierbei leistete der Mann Widerstand gegen die eingesetzten Beamten. Im Anschluss wurde er nach Österreich zurückgewiesen.
Darüber hinaus konnten am Wochenende mehrere Haftbefehle vollstreckt werden.
Ein 46-jähriger moldauischer Staatsangehöriger wurde aufgrund eines Haftbefehls wegen des Verdachts des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Er konnte die zu entrichtende Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro nicht begleichen.
Auch ein 37-jähriger bulgarischer Staatsangehöriger konnte die zu entrichtende Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro nicht begleichen und wurde ebenfalls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Gegen den Bulgaren lag ein Haftbefehl wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor.
Ein weiterer Haftbefehl wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen einen 47-jährigen deutschen Staatsangehörigen konnte durch Zahlung der Geldstrafe in Höhe von
1.000 Euro abgewendet werden.
Insgesamt stellte die Bundespolizeiinspektion Freilassing im genannten Zeitraum rund 30 Fälle im Zusammenhang mit unerlaubten Einreisen sowie zahlreiche Verstöße gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz fest. Hinzu kamen ein Schleusungsdelikt, ein Fall von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie mehrere vollstreckte Haftbefehle.
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Die Bundespolizeiinspektion Freilassing gewährleistet die Sicherheit
in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und
Mühldorf.
Sie ist an 21 Grenzübergängen und einer Grenzlänge von insgesamt 225
Kilometer zuständig. Ferner fallen 72 Bahnhöfe und Haltepunkte in den
Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion mit einem
Personalbestand von knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Neben dem Inspektionssitz
in Freilassing besteht ein weiterer Standort beim Bundespolizeirevier
in Mühldorf am Inn.
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Quelle: ots
