Kiefersfelden / Rosenheim (ots) –
Die Bundespolizei hat am Samstagnachmittag (4. Juli) bei Kiefersfelden fünf Somaliern die Einreise verweigert. Zuvor wurden auch fünf eritreische Staatsangehörige zurückgewiesen. Beide Reisegruppen verfügten nicht über die Papiere, die für die Einreise oder den geplanten Aufenthalt in Deutschland erforderlich gewesen wären. Über das Wochenende verteilt haben die Rosenheimer Bundespolizisten insgesamt rund 20 Personen festgestellt, die offenkundig versucht hatten, illegal einzureisen.
Die somalischen Migranten waren zusammen in einem Pkw mit österreichischen Kennzeichen unterwegs. Weder der Fahrer noch seine vier erwachsenen Begleiter konnten den Kontrollbeamten Reisepässe oder Ausweise aushändigen. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge, waren sie bereits in der Vergangenheit in Österreich registriert worden. Daher wurden sie jeweils wegen des Verdachts des illegalen Einreiseversuchs, der Fahrzeugführer zudem als mutmaßlicher Schleuser angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen hatten sie das Land in Richtung Österreich zu verlassen.
Dorthin mussten auch fünf Eritreer zurückkehren, die im Fernreisezug von Kufstein nach München auf Höhe Kiefersfelden von den Beamten angetroffen worden waren. Sie händigten bei der Einreisekontrolle Aufenthaltserlaubnisse für Italien aus, die jedoch zeitlich abgelaufen waren. Für die drei minderjährigen und die zwei erwachsenen Afrikaner war in Rosenheim demzufolge Reiseende. Sie wurden zur örtlichen Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Der 37-jährige Reiseorganisator, der offenkundig die Zugfahrkarten besorgt hatte, erhielt wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern eine Strafanzeige. Anschließend musste die fünfköpfige Migrantengruppe per Zug nach Österreich zurückkehren.
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Quelle: ots
