München (ots) –
Am frühen Mittwochnachmittag (22. März) wurde erst eine 64-Jährige in einer S-Bahn am Hirschgarten geschubst, beleidigt und bespuckt, wenig später auch Beamte der Bundespolizei.
Ein 16- und ein 17-Jähriger hörten in der S-Bahn lautstark Musik. Eine 64-Jährige aus Schrobenhausen filmte beide dabei. Der Deutsche und der Pole (beide alkoholisiert) gingen daraufhin zu ihr, schubsten sie, so dass sie aus dem Gleichgewicht geriet, jedoch nicht stürzte. Beim Aussteigen am Hirschgarten spuckte der 17-Jährige, in Krakau Geborene, die Frau an – traf sie am Ärmel.
Alarmierte Bundespolizisten konnten alle Beteiligten am S-Bahnhaltepunkt Hirschgarten antreffen. Der Pole, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, beleidigte mehrere Beamte, einem spuckte er zudem ins Gesicht. Eine Videoauswertung ergab, dass der 16-jährige Deutsche aus der Au am Bahnsteig den „Hitlergruß“ zeigte. Als er bei der Sachverhaltsaufnahme und strafprozessualen Abarbeitung auf der Dienststelle an der Denisstraße über Schmerzen am Daumen klagte, stellten informierte Rettungskräfte fest, dass es sich um einen alten, bislang offensichtlich unbehandelten Bruch handelte.
Die Frau und die Beamten blieben unverletzt. Bei beiden ordnete die Staatsanwaltschaft Blutentnahmen an. Der 16-Jährige (1,89 Promille im Atem), im polizeilichen Informationssystem als gewalttätig geführt, wurde vom Vater abgeholt. Der 17-Jährige ging nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß. Gegen beide ermittelt die Bundespolizei wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie Verwendung von verfassungswidrigen Kennzeichen.
Das anhängende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz „Bundespolizei“ im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.
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