Zirndorf/Kempten (ots) –
Wie mit Meldung 57 berichtet, stellt eine DNA-Spur eine unmittelbare Verbindung zwischen den Mordfällen Marion Baier und Sonja Hurler her. Bislang haben die Ermittler in Fürth und Kempten rund 150 Hinweise zu den beiden Cold Cases erhalten.
Am 21.01.2026 wandte sich die Kriminalpolizei Kempten in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ mit dem Mordfall Sonja Hurler aus dem Jahr 1981 an die Öffentlichkeit. Eine männliche DNA-Spur, die im Rahmen wiederaufgenommener Ermittlungen gesichert worden war, konnte bei einer routinemäßigen Überprüfung auch an der Kleidung der im Jahr 1973 in Oberasbach (Lkrs. Fürth) ermordeten Marion Baier entdeckt werden. Aufgrund dieser Übereinstimmung gehen die Ermittler davon aus, dass ein und derselbe Täter die Morde an den beiden Mädchen begangen hat und richten folgende zentrale Fragestellung an die Bevölkerung:
Wer kennt in seinem Umfeld Personen, die insbesondere in den 1970er- und 1980er-Jahren sowohl Verbindungen nach Mittelfranken in den Raum Zirndorf als auch nach Kempten bzw. ins Allgäu hatten?
Seit Ausstrahlung der Sendung gingen bei der Polizei rund 150 Hinweise ein. Neben Hypothesen allgemeiner Art liegen der Polizei mittlerweile auch konkretere Hinweise zu Personen und Firmen vor. Zudem sind Meldungen über mutmaßliche Parallelen zu anderen Tötungs- und Sexualdelikten bei der Polizei eingegangen, die unter anderem unter Einbindung der Operativen Fallanalyse (OFA) auf Überschneidungen untersucht werden. Unabhängig davon haben die Ermittler in Kempten und Fürth zwischenzeitlich begonnen, die vorliegenden Hinweise auf weiterführende Ermittlungsansätze für die beiden Cold Cases zu überprüfen.
Zur Identifizierung von Personen, die auf dem Fischerfest in Zirndorf Kontakt zu Marion Baier hatten, hoffen die Ermittler weiterhin auf die Zusendung von Fotos bzw. Filmen vom Festbetrieb am 01. Juli 1973. Bislang ging bei der Kriminalpolizei kein entsprechendes Bildmaterial ein. Dieses kann bei der Polizei in Fürth abgegeben oder über ein Upload-Portal hochgeladen werden:
Upload-Portal (https://medienupload-portal04.polizei.bayern.de/)
Darüber hinaus nimmt die Polizei auch weiterhin Hinweise über die Rufnummer 0911 2112-3333 entgegen.
Erstellt durch: Michael Konrad
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Quelle: ots
