Nürnberg (ots) –
Eine Zollanmeldung am Zollamt Nürnberg-Flughafen führte zur Sicherstellung und anschließenden Vernichtung von über 3,5 Tonnen gefälschten Druckerpatronen.
Bei der regulären Abfertigung einer Warenlieferung fiel den Beamtinnen und Beamten vor Ort die gewählte Transportroute über die Türkei auf. Aufgrund dieser für die betroffene Warengruppe ungewöhnlichen Beförderungsroute stoppte der Zoll die Fracht für eine tiefgreifendere Kontrolle.
Die anschließende Überprüfung erhärtete den Verdacht auf massive Verstöße gegen die Zollvorschriften. Der zuständige Einführer mit Sitz in Nordrhein-Westfalen konnte die für die Einfuhr zwingend erforderlichen zollrechtlichen Dokumente und Nachweise nicht vorlegen. Infolgedessen dehnte das Zollamt die Kontrollmaßnahmen auf sämtliche Folgesendungen des Importeurs aus.
Zusätzlich kontaktierte der Zoll den zuständigen Rechteinhaber. Dieser bestätigte, dass geschütztes geistiges Eigentumsrecht verletzt wurde und es sich um nicht lizenzierte Artikel handelte.
Letztendlich wurden die Druckerpatronen sichergestellt und es wurde ein Verfahren wegen des Verdachts auf Verstoß gegen den gewerblichen Rechtsschutz eingeleitet.
„Durch diese wichtige Arbeit der Kolleginnen und Kollegen beim Zollamt Nürnberg-Flughafen konnte verhindert werden, dass eine große Menge an womöglich gefährlichen sowie rechtsverletzenden Produkten in den Verkauf gebracht wurde“, betont Markus Jeske, Sprecher am Hauptzollamt Nürnberg.
„Europaweit sind diese gestoppten Sendungen mit einem Verkaufswert von rund 250.000 Euro seit Jahren die größten Aufgriffe dieser Art. Dies bestätigte uns der Rechteinhaber während der sehr kooperativen Zusammenarbeit“, so Jeske weiter. Die beanstandeten Waren wurden unter Überwachung des Zolls bereits vernichtet so-mit ist zollseitig das Verfahren abgeschlossen.
Zusatzinformation:
Die Marken- und Produktpiraterie ist ein Hemmschuh für fairen Wettbewerb und neue Arbeitsplätze. Dies gilt insbesondere für ein Land wie Deutschland, in dem hochwertige Produkte hergestellt werden. Der Zoll geht gegen unlauteren und illegalen Handel mit gefälschten Produkten vor, um die Bevölkerung vor gesundheitsschädlicher und minderwertiger Ware zu schützen. Zugleich ist er ein verlässlicher Partner der Wirtschaft im Kampf gegen die Marken- und Produktpiraterie. Die Einfuhrkontrollen des Zolls sind eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen die Produktfälscher. 2025 wurden die Zöllnerinnen und Zöllner in über 19.000 Fällen fündig und beschlagnahmten gefälschte Waren im Wert von rund 446 Millionen Euro.
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Markus Jeske
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