Bundespolizeidirektion München: „Keine Freizeitaktion auf Bahngelände ist es wert …“ / Bundespolizei appelliert zum Ferienstart

Rosenheim / Garmisch-Partenkirchen (ots) –

Endlich Sommerferien – endlich Zeit für kleine und große Abenteuer! „Aber nicht im Bahnbereich!“, appelliert die Bundespolizei und warnt besonders vor den Gefahren, die von Zügen, Gleisen oder Oberleitungen ausgehen.

Die Folgen einer verhängnisvollen Erkundungstour auf Bahngebiet können schwerste Verletzungen, bleibende körperliche Schäden oder schlimmstenfalls der Tod sein. Es gibt kein Abenteuer auf Gleisen oder Waggons, das nicht mit dem Risiko einer Lebensgefährdung verbunden wäre. Von der Bundespolizei gibt es bei diesem Thema nur Klartext: „Waggon-Kletteraktionen oder Selfies im Bahnbereich sind schlicht lebensgefährlich. Auf abgestellten Wägen ‚chillen‘ zu wollen, kann ebenso tödlich enden wie an oder auf einer Bahnstrecke irgendeine Challenge anzugehen. Keine Freizeitaktion auf Bahngelände ist es wert, das Leben aufs Spiel zu setzen.“

Gerade moderne Züge sind sehr leise, sodass diese erst sehr spät wahrgenommen werden können. Wenn sich ein Zug mit einer Geschwindigkeit von rund 100 Kilometern in der Stunde nähert, muss mit einem Bremsweg von bis zu einem Kilometer gerechnet werden. Ausweichen kann ein Zug schließlich nicht. Von Oberleitungen gehen ebenfalls extreme Gefahren aus. Diese stehen unter einer Spannung von bis zu 15.000 Volt. Auch ohne eine direkte Berührung ist ein todbringender Spannungsüberschlag möglich. Die Nähe von eineinhalb bis zwei Metern zu einer Oberleitung reicht hierfür schon aus. Allein der Versuch, auf einen abgestellten Waggon zu klettern, kann verhängnisvolle Folgen nach sich ziehen.

Ende Mai dieses Jahres ist ein 18-Jähriger in Prien am Chiemsee auf den Waggon eines Güterzugs gestiegen. Dort wurde er von einem Stromschlag getroffen, der von der hochspannungsführenden Oberleitung ausging. Er erlitt schwerstgradige Verbrennungen und lebensbedrohliche Verletzungen innerer Organe, unter welchen er bis heute in hohem Maß leidet und die sein Leben absehbar dauerhaft beeinträchtigen.

Eltern sollte es jedenfalls nicht egal sein, ob die Kinder ihre Freizeitaktivitäten auf den Bahnbereich ausdehnen. Wenn dort etwas passiert, muss man immer mit dem Schlimmsten rechnen. Daher ist es wichtig, dass die Erziehungsberechtigten ihren Sprösslingen gerade zur Ferienzeit verdeutlichen, dass jeglicher Aufenthalt im Gleisbereich, insbesondere auch auf abgestellten Waggons, lebensgefährliche Folgen haben kann und deshalb verboten ist.

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Dr. Rainer Scharf

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Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
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