Bundespolizeidirektion München: Gewalttätige Auseinandersetzungen und Angriffe auf Bundespolizisten am Wochenende

München (ots) –

Am vergangenen Wochenende (24./25. Oktober) beschäftigten mehrere Gewaltdelikte die Bundespolizei an Münchner Bahnhöfen. Am Bahnhof Pasing wurde ein 19-Jähriger durch Faustschläge schwer verletzt. Am Hauptbahnhof griff ein Mann Einsatzkräfte der Bundespolizei an. Bei einer weiteren Auseinandersetzung in Pasing wurde ein 14-Jähriger durch Pfefferspray verletzt.

Gefährliche Körperverletzung – 19-Jähriger mehrere Minuten bewusstlos

In der Nacht auf Samstag (24. Oktober) kam es gegen 02:25 Uhr am Bahnhof München-Pasing zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei deutschen Staatsangehörigen. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten ein 30-Jähriger und ein 19-Jähriger zunächst in einen verbalen Streit. Im weiteren Verlauf schlug der Ältere seinem Kontrahenten mit der Faust ins Gesicht, woraufhin dieser zu Boden ging. Nachdem sich der 19-Jährige wieder aufgerichtet hatte, schlug der Angreifer erneut zu. Der junge Mann stürzte abermals und verlor für mehrere Minuten das Bewusstsein.
Der 30-Jährige flüchtete anschließend in Richtung der S-Bahn. Alarmierte Einsatzkräfte der Landespolizei sowie des Rettungsdienstes übernahmen die Erstversorgung des Verletzten. Bei ihm besteht der Verdacht auf einen Kieferbruch sowie ein Schädel-Hirn-Trauma. Er wurde in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert und verblieb dort zur weiteren Behandlung. Im Rahmen einer Fahndung konnten Einsatzkräfte der Bundespolizei den Tatverdächtigen wenig später am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz (Stachus) stellen und zur Dienststelle bringen. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 30-jährigen Beschuldigten einen Wert von 2,12 Promille und bei dem 19-jährigen Geschädigten 2,54 Promille. Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen beleidigte der 30-Jährige zudem eine Bundespolizistin.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Der Tatverdächtige wurde zunächst in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Nach weiterer Prüfung der Sachlage wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie Beleidigung.

Tätlicher Angriff und Widerstand – 19-Jähriger attackiert Bundespolizisten

Am frühen Sonntagmorgen (25. Oktober) kam es gegen 03:05 Uhr im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofes zu einem tätlichen Angriff auf Einsatzkräfte der Bundespolizei.
Ein Mitarbeiter eines Schnellrestaurants machte eine Streife auf einen aggressiven 19-jährigen Deutschen aufmerksam. Gegen den Mann war bereits zuvor aufgrund eines anderen Vorfalls ein Platzverweis für den Hauptbahnhof ausgesprochen worden. Da er diesem nicht nachkam, setzten die Beamten den Platzverweis zwangsweise durch. Dabei sperrte sich der 19-Jährige gegen die polizeilichen Maßnahmen und trat mehrfach gezielt in Richtung eines Beamten, ohne diesen zu treffen.
Auch auf der Dienststelle leistete der Mann weiterhin Widerstand. Während einer Durchsuchung schlug er einem Bundespolizisten mit seinem Pullover gezielt ins Gesicht und traf diesen am Auge. Der Beamte verspürte Schmerzen, benötigte jedoch keine medizinische Versorgung und blieb dienstfähig. Zudem beleidigte der 19-Jährige die Einsatzkräfte wiederholt.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde der Mann auf freien Fuß entlassen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung ermittelt.

Pfefferspray bei Auseinandersetzung eingesetzt – 14-Jähriger verletzt

Am Sonntagnachmittag (25. Oktober) kam es gegen 15:35 Uhr am Bahnhof München-Pasing zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Dabei wurde ein 14-jähriger syrischer Staatsangehöriger durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt. Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit informierten die Bundespolizei über den Vorfall. Nach bisherigen Erkenntnissen waren zwei Personengruppen zunächst in einen Streit geraten. Im weiteren Verlauf soll ein 18-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger dem 14-Jährigen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Der Jugendliche erlitt dadurch Rötungen im Gesicht und wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Angreifer entfernte sich vor Eintreffen der Bundespolizei vom Tatort. Seine Identität konnte im Zuge der ersten Ermittlungen festgestellt werden.
Ein 17-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger, der die Auseinandersetzung beobachtet hatte, wurde zur weiteren Sachverhaltsklärung zur Dienststelle gebracht. Dort verhielt sich der Jugendliche zunehmend aggressiv und leistete bei einer polizeilichen Maßnahme Widerstand. Aufgrund seines Verhaltens wurde der Jugendliche zur weiteren medizinischen Abklärung in eine Klinik gebracht.
Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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