FW-M: Bevölkerungsschutz und Ströer zeigen Informationskampagne auf digitalen Stadtinformationsanlagen

München (ots) –

Mittwoch, 19. August 2026, 11 Uhr

Stadtgebiet

Die Themen Bevölkerungsschutz, Katastrophenschutz und Zivile Verteidigung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Um die Münchner*innen für diese Inhalte zu sensibilisieren, zeigt die Branddirektion München gemeinsam mit dem Unternehmen Ströer eine öffentliche Informationskampagne auf den digitalen Stadtinformationsanlagen im ÖPNV.

Deutschland und Europa werden immer wieder mit neuen Herausforderungen wie Stromausfällen oder Pandemien konfrontiert. Die Bundesregierung reagiert auf diese Entwicklungen mit Investitionen in den Bevölkerungsschutz. Die Landeshauptstadt München beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren intensiv mit Bevölkerungsschutz und Krisenvorsorge. Innerhalb der Branddirektion wurde hierfür eine eigene Unterabteilung geschaffen, die sich mit Krisenszenarien und deren Bewältigung befasst. Dort entstand auch die Idee, die Bevölkerung dort anzusprechen, wo täglich hunderttausende Menschen unterwegs sind – im öffentlichen Nahverkehr.
Ein zentrales Ziel des Bevölkerungsschutzes in München ist die Stärkung der Resilienz der Bevölkerung, also ihrer Widerstandsfähigkeit in Krisenlagen. Durch das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ soll sichergestellt werden, dass Bürger*innen auf mögliche Notlagen vorbereitet sind und Einsatzkräfte wie Feuerwehr und Rettungsdienst im Ernstfall ihre Ressourcen auf besonders kritische Einsätze konzentrieren können. Darüber hinaus sollen die bestehenden Warnsysteme – insbesondere die Warn-App NINA – bekannter gemacht, die Informationsangebote des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stärker in den Fokus gerückt und die digitalen Medien als ergänzender Warn- und Informationskanal weiter etabliert werden.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt die Branddirektion bereits heute auf verschiedene Kommunikationswege. Neben den Social-Media-Kanälen und Informationsständen bei Veranstaltungen werden auch die digitalen Stadtinformationsanlagen der Ströer SE & Co. KGaA genutzt. Sie stellen eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Angebote dar und ermöglichen es, noch mehr Menschen im Alltag zu erreichen.

Den gesamten August über werden die rund zehnsekündigen Kurzvideos auf den Ströer-Screens an 20 Münchner S- und U-Bahn-Stationen sowie auf 180 Screens in den Wartehallen von Bus und Trambahn im Stadtgebiet ausgestrahlt. Die Inhalte reichen von Quizfragen zu Warn-Apps und zum richtigen Verhalten im Notfall über Notvorräte bis zu Erste-Hilfe-Kursen und der Vorbereitung auf einen längeren Stromausfall. Eine der Fragen lautet beispielsweise: „Welche offizielle bundesweite Warn-App sollte auf Ihrem Smartphone installiert sein?“ Anschließend werden vier Antwortmöglichkeiten eingeblendet. Nach einer kurzen Pause erscheint die richtige Lösung – die Warn-App NINA. Die spielerische Herangehensweise soll Aufmerksamkeit erzeugen, zum Nachdenken anregen und dazu motivieren, sich mit den Themenfeldern des Bevölkerungsschutzes auseinanderzusetzen.
Die Grundlage der Inhalte ist der BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. Dieser enthält zahlreiche Hinweise zur persönlichen Krisenvorsorge und kann kostenlos über die Website des BBK bestellt oder online abgerufen werden.

Dr. Hanna Sammüller, Kreisverwaltungsreferentin: „Wie wichtig Resilienz ist, zeigen aktuelle Entwicklungen und mögliche Krisenszenarien. Um als Landeshauptstadt bestmöglich vorbereitet zu sein, nutzen wir alle verfügbaren Wege, um unsere Bürger*innen für Krisensituationen zu sensibilisieren und ihre Eigenvorsorge zu stärken. Mein besonderer Dank gilt allen städtischen Mitarbeitenden, die den Bevölkerungsschutz mit Engagement vorantreiben.“

Wolfgang Schäuble, Leiter der Feuerwehr München: „Krisenvorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Je besser die Bevölkerung informiert und vorbereitet ist, desto wirksamer können Feuerwehr und Rettungsdienst im Ernstfall helfen. Die digitalen Medien ermöglichen es uns, wichtige Informationen direkt im Alltag der Menschen zu platzieren und so das Bewusstsein für Bevölkerungsschutz nachhaltig zu stärken.“

Alexander Stotz, CEO der Ströer Media Deutschland GmbH: „Digitale Bürgerkommunikation ist in einer Zeit, in der Krisensituationen wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung treten, für Behörden und Kommunen ein entscheidender Faktor. Ob präventiv – wie bei dieser Kampagne – oder als Echtzeitkommunikation im Ernstfall: Als langjähriger Partner des BBK sehen wir, dass erfolgreiche Vorsorge und Krisenabwehr maßgeblich von einem barrierefreien und niederschwelligen Informationsangebot abhängen.“

Weitere Informationen zum Thema Bevölkerungsschutz sind auf der Internetseite der Stadt München (https://stadt.muenchen.de/infos/bevoelkerungsschutz.html) und auf dem Internetauftritt des BBK (https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/warnung-vorsorge_node.html) erhältlich.

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