HZA-RO: Durchsuchungen des ZOLLs wegen „Schwarzarbeit“ in Privatwohnungen und Firmensitzen in München / Vermögenswerte sichergestellt und drei Verhaftungen vollzogen

Rosenheim, Weilheim-Schongau, Landsberg am Lech, Starnberg, München (ots) –

Im Rahmen einer großangelegten Durchsuchungsmaßnahme in München im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I stellte vergangene Woche der ZOLL in Zusammenarbeit mit der Steuerfahndung Vermögenswerte von rund 2,5 Millionen Euro eines Münchener Security-Unternehmens sicher. Wegen des Verdachts der Schwarzarbeit wurden außerdem drei Haftbefehle vollzogen. Die Ermittlungen richten sich gegen eine Sicherheitsfirma, die Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe an Scheinfirmen geleistet haben soll, um damit zu verschleiern, dass sie ihre Beschäftigten schwarz bezahlt. In 29 Einsatzabschnitten in München und im Münchener Umland waren über 250 Kräfte des ZOLLs und weiterer benachbarter Behörden in 18 Privatwohnungen von Beschuldigten sowie an den beiden Firmensitzen im Einsatz. Der hohe Personaleinsatz war unter anderem darin zu begründen, dass die gesuchten Haupttäter bereits als gewalttätig und bewaffnet in Erscheinung getreten waren. Nach erfolgreichem Vollzug der Haftbefehle befinden sich nun die Hauptbeschuldigten in Untersuchungshaft.
In den Durchsuchungsobjekten fanden die Einsatzkräfte fünf Pistolen und sechs Gewehre. Nicht erwartet hatten sie den Fund von 16 geladenen Schreckschusswaffen, drei weiteren Gewehren und Munition für ein Sturmgewehr AK 47 „Kalaschnikow“. Die waffenrechtlichen Folgeermittlungen werden durch die zuständigen polizeilichen Dienststellen geführt.
„Im Hinblick auf den zu erwartenden Schaden für die Sozialkassen und den Staat ist es gelungen, Vermögensobjekte im Wert von 2,5 Millionen einzuziehen. Darunter befanden sich ein Porsche 911, Immobilien, Luxusuhren, Silber und Goldschmuck.“, so Marion Dirscherl, Pressesprecherin des Hauptzollamts Rosenheim.
Im Rahmen der folgenden Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I werden nun die als Beweismittel sichergestellten Dokumente und Mobiltelefone durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) Weilheim ausgewertet.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist von einem Schaden für die öffentliche Hand und die Sozialversicherungsträger von mindestens 10 Millionen Euro auszugehen. Den Beschuldigten drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren, in schweren Fällen bis zu 10 Jahren.

Zusatzinformation

Das Hauptzollamt Rosenheim informiert unter anderem über die Arbeit der FKS am 18.04.2026 am Tag der Ausbildung (von 10:00 bis 13:00 Uhr) und am Tag der offenen Tür (von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr). Das Vormittagsprogramm richtete sich speziell an Interessierte an einer Ausbildung oder einem dualen Studium beim ZOLL; ab 13:00 Uhr stehen die Pforten für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet, die an der Arbeit des ZOLLs (75 Jahre ZOLL in der Bundesrepublik Deutschland) interessiert sind.
Näheres unter: https://www.zoll.de/SharedDocs/Dienststellen/DE/1_DSSD_Importer/Hauptzollamt/HZA_Rosenheim/HZA_Rosenheim_7750/HZA_Rosenheim_7750.html?category=Ausbildung

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Rosenheim
Marion Dirscherl
Telefon: 08031-3006-7100
E-Mail: [email protected]
www.zoll.de

Original-Content von: Hauptzollamt Rosenheim, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots