Bundespolizeidirektion München: Auseinandersetzung am Ostbahnhof

München (ots) –

Am Sonntagmorgen (31. Mai) kam es am Ostbahnhof in München zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen. Dabei wurde u.a. ein 18-Jähriger in den Gleisbereich gestoßen. Zeugen schritten ein und trennten die alkoholisierten Beteiligten bis zum Eintreffen der Bundespolizei.
Gegen 5 Uhr informierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion München über eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen am Ostbahnhof München.
Ersten Ermittlungen zufolge gerieten vier Jugendliche bereits in einer S-Bahn der Linie S8 verbal aneinander. Nach Ankunft der S-Bahn am Münchner Ostbahnhof verlagerte sich die Streitigkeit auf den Bahnsteig an Gleis 5, wo es schließlich zu einer gegenseitigen körperlichen Auseinandersetzung zwischen den Deutschen kam. Dabei stießen ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Landshut und sein 18-jähriger Begleiter aus dem Landkreis Ebersberg einen ihrer Kontrahenten, ebenfalls 18 Jahre alt und aus dem Münchner Landkreis, ins Gleis. Als dieser versuchte, wieder auf den Bahnsteig zu gelangen, sollen die beiden Jugendlichen ihm gegen den Kopf getreten haben. Im Anschluss kam es zu erneuten gegenseitigen Schlägen.

Drei 18-jährige Zeugen schritten ein und trennten die Beteiligten bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizisten. Ein bislang unbekannter Jugendlicher, der ebenfalls an der Auseinandersetzung beteiligt war, konnte sich zuvor vom Tatort entfernen.
Die Beamten nahmen die Jugendlichen zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts anschließend mit zum Revier im Ostbahnhof und informierten im Falle des 17-Jährigen die Erziehungsberechtigten.

Freiwillig durchgeführte Atemalkoholtests ergaben bei dem 17-Jährigen einen Wert von 1,59 Promille, bei seinem 18-jährigen Begleiter 1,81 Promille und bei dem 18-Jährigen aus dem Landkreis München 1,92 Promille.
Die Beteiligten erlitten augenscheinlich nur leichte Verletzungen, lehnten eine ärztliche Behandlung jedoch ab. Die Staatsanwaltschaft München I verzichtete auf eine Blutentnahme sowie eine Vorführung beim Haftrichter. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften die drei Heranwachsenden das Revier freien Fußes verlassen.

Die Bundespolizei ermittelt gegen den 17-Jährigen und seinen Begleiter wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Der 18-Jährige aus dem Landkreis München muss sich ebenfalls wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten. Die Identität des vierten Jugendlichen ist Gegenstand aktueller Ermittlungen.

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